2C for ART

3Steps, Deniz Alt, Florian Fausch, Julian Khol, Heiner Meyer

Art Vienna

Leopold Museum

3Steps, Deniz Alt, Florian Fausch, Julian Khol, Heiner Meyer

Die Arbeiten von 3Steps haben ihren Ursprung in der Mural Art und Street Art. Das Kollektiv gestaltet farbengewaltige Gemälde in Neo Pop auf Hausfassaden und Mauern sowie zahlreichen bemalbaren Medien. Das Portfolio von 3Steps umfasst Arbeiten von Mural Art über Street Art, Gemälden auf Holz und Leinwand, Fotografien und Drucken bis hin zu Installationen. Gemäldearbeiten entstehen oftmals aus einer Collage von Zeitschriften, Fotografien, Schablonen, Sprühlacken, Acryl- und Hartlacken sowie Siebdruck auf Holz oder Leinwand.

Der Frankfurter Städelschulabsolvent Deniz Alt hinterfragt in seinen Gemälden die Widersprüchlichkeit der sinnlichen Wahrnehmung des Menschen und bezieht diese mit ein in seine Hauptthematik, der Erinnerungskultur. Während der Betrachter seiner Werke mit dem Leid und den Schicksalen der osmanischen Armenier konfrontiert wird, insbesondere der armenischen Frauen und ihr Leben rund um das Jahr 1915, legt er den Fokus auf das moderne Leben unserer Zeit und verbindet das Heute mit der Vergangenheit.

Florian Fausch ist ein Schweizer Künstler, der zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion wandelt. 2008 schloss er sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Anzinger als Meisterschüler ab. Neben seiner neuartigen Technik begeistert Fausch vor allem mit seiner Bildsprache: Glas splittert, die Fensterscheibe ergießt sich in vielen Scherben in die Landschaft und zerschneidet sie, sodass die Umgebung ihrerseits zersplittert und – aufgelöst in harte kantige Flächen – zu einem irrealen, abstrakten Gedanken wird.

Julian Khol studierte ab 2004 bei Prof. Ludwig Attersee an der Universität für Angewandten Kunst in Wien. Von 2007 bis 2010 absolvierte er die Meisterklasse bei Herbert Brandl in Düsseldorf mit Auszeichnung. Geprägt ist Khols expressiver, figurativer Stil unter anderem von der Wiener Schule eines Schiele, oder Hrdlicka, ebenso wie vom Amerika der 50er Jahre. Seine Arbeiten wandeln zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Sie vermitteln rohe Kraft, verschmitzte Klarheit von Motiven und Farben. Der gemalte Gegenstand vermittelt zwischen Farbfläche und Perspektive und öffnet den Raum in die Dreidimensionalität. In den letzten Jahren erfolgte eine Rückorientierung zu sehr zeichnerischen und figurativen Arbeiten. Die Farbe dominiert nicht mehr, sondern nimmt wie zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn nur mehr einen kleineren Raum ein.

Heiner Meyer befasst sich in seinen Werken sehr häufig mit Luxusgütern und thematisiert die Ikonisierung von Personen und Objekten. Er glorifiziert den dream of life, indem er Stars in Pose setzt und den Glamour seiner Bilder durch Statussymbole erhöht. Das Spiel mit den Facetten der Begierde und der Lust sind wiederkehrende Motive in den Bildern, die bewusst bekannte Bildzitate einfließen lassen. Die Bilderflut der Medienwelt entzündet in uns weitreichende Assoziationsketten, die oft den vagen Eindruck des Schon gesehen auslösen, egal ob tatsächlich erlebt oder nur medial vermittelt.