2C for ART

Brus, Muehl, Nitsch, Rainer, West

Best of Austria

Ausstellung „Best of Austria“ in der Salzburger Galerie 2C for ART

Im Rahmen dieser Kunstausstellung in Salzburg zeigt die 2C for ART Kunstgalerie Arbeiten der mitunter wichtigsten österreichischen Künstler der letzten Jahrzehnte. Unter anderem werden Originale und Graphiken von Christian Ludwig Attersee, Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer und Franz West präsentiert.

Christian Ludwig Attersee sieht sich selbst als der große Einzelgänger der österreichischen Kunst der 60er Jahre, als Gegenpol zum Wiener Aktionismus und in der zweiten Hälfte der 70er Jahre als Gründerfigur der Neuen österreichischen Malerei. Seine Werke sind durch figural-symbolischen Stil, leuchtende Farben und dynamischen Pinselstrich gekennzeichnet. Vielfach doppelbödige Assoziationen und Phantasien einer – ebenso individualistischen wie doch auch sehr österreichischen – Sicht der Dinge mit Hang zu sexueller Persiflage.

Günter Brus zählt zu den radikalsten Vertretern des Wiener Aktionismus und ging mit den Selbstverletzungen in seinen Aktionen der späten 1960er-Jahre in die Kunstgeschichte ein. Als Synthese von Dichtung und Malerei markieren die Bild-Dichtungen eine eigenständige Phase in seinem Schaffen. Sätze, Erzählungen, Dichtungen verleihen den teils naturalistisch teils expressionistisch geprägten Grafiken einen eindeutigen Sinn.

Otto Muehl, derzeit durch die Verfilmung seiner umstrittenen Kommune in aller Munde, gilt als eine der Hauptfiguren des Wiener Aktionismus. Nicht nur seine berüchtigten Aktionen, sondern auch die Malerie Otto Muehls zeigt den Künstler als durchaus eigenständigen Geist. Die Wirkung seiner Bilder ist stark, lebendig und oft brutal unkonventionell, sie überzeugen nicht nur durch Form- und Farbgebung, sondern sind originell, humorvoll und spontan, ungehemmt und energiegeladen in der Darstellung.

Hermann Nitsch gilt ebenfalls als einer der bedeutendsten Künstler des Wiener Aktionismus. Er ist vor allem für seine Schüttbilder und sein Orgien-Mysterien-Theater bekannt: unter Einbeziehung aller Kunstformen (Malerei, Architektur, Musik, Opferritual, Messliturgie, etc.) sollen die Sinne der Teilnehmer schrittweise bis aufs Äußerste angespannt werden, um auf einem Höhenpunkt die Erkenntnis des Lebensprozesses an sich möglich zu machen.

Arnulf Rainer, Vertreter der österreichischen Avantgarde der Nachkriegszeit, wurde vor allem mit seinen Übermalungen weltberühmt, Übermalungen eigener und fremder Bilder, Fotos, Selbstportraits und Kreuzübermalungen. Bei Rainer gibt es immer zwei Ebenen: ein Darunter und ein Darüber. Manchmal sind diese Ebenen deutlich sichtbar, manchmal aber ist es für den Betrachter sehr schwierig in diese Zwischenwelten einzutauchen. In diesen Welten, wo die Gegensätze einander annähern, liegt das Geheimnis.

Franz West zählte zu den bedeutendsten zeitgenössischen bildenden Künstlern Österreichs und machte sich vor allem als Bildhauer, Objekt- und Aktionskünstler einen Namen. Aber auch Performances, Grafiken, Collagen und Plakate finden sich in seinem Schaffen. Diese Thematisierung des Körpers führt über die Collagen hinausgehend sehr früh zu skulpturalen Arbeiten. Wests Werke überschreiten die Grenze zu Gebrauchsgegenständen, testen den Bereich zwischen Kunst und Lebensalltag aus und fordern das Publikum zu einer haptischen “Begreifbarkeit” seiner Kunst auf.