2C for ART

Andy Warhol, Heiner Meyer, Florian Fausch, 3Steps, Roy Lichtenstein , Keith Haring, Julian Khol, Ian Davenport

Luxembourg Art Week

POSITIONS - The International Art Fair

Andy Warhol, Heiner Meyer, Florian Fausch, 3Steps, Roy Lichtenstein , Keith Haring, Julian Khol, Ian Davenport

Die Arbeiten von 3Steps haben ihren Ursprung in der Mural Art und Street Art. Das Kollektiv gestaltet farbengewaltige Gemälde in Neo Pop auf Hausfassaden und Mauern sowie zahlreichen bemalbaren Medien. Das Portfolio von 3Steps umfasst Arbeiten von Mural Art über Street Art, Gemälden auf Holz und Leinwand, Fotografien und Drucken bis hin zu Installationen. Gemäldearbeiten entstehen oftmals aus einer Collage von Zeitschriften, Fotografien, Schablonen, Sprühlacken, Acryl- und Hartlacken sowie Siebdruck auf Holz oder Leinwand.

Julian Khol studierte ab 2004 bei Prof. Ludwig Attersee an der Universität für Angewandten Kunst in Wien. Von 2007 bis 2010 absolvierte er die Meisterklasse bei Herbert Brandl in Düsseldorf mit Auszeichnung. Geprägt ist Khols expressiver, figurativer Stil unter anderem von der Wiener Schule eines Schiele, oder Hrdlicka, ebenso wie vom Amerika der 50er Jahre. Seine Arbeiten wandeln zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Sie vermitteln rohe Kraft, verschmitzte Klarheit von Motiven und Farben. Der gemalte Gegenstand vermittelt zwischen Farbfläche und Perspektive und öffnet den Raum in die Dreidimensionalität. In den letzten Jahren erfolgte eine Rückorientierung zu sehr zeichnerischen und figurativen Arbeiten. Die Farbe dominiert nicht mehr, sondern nimmt wie zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn nur mehr einen kleineren Raum ein.

Heiner Meyer befasst sich in seinen Werken sehr häufig mit Luxusgütern und thematisiert die Ikonisierung von Personen und Objekten. Er glorifiziert den dream of life, indem er Stars in Pose setzt und den Glamour seiner Bilder durch Statussymbole erhöht. Das Spiel mit den Facetten der Begierde und der Lust sind wiederkehrende Motive in den Bildern, die bewusst bekannte Bildzitate einfließen lassen. Die Bilderflut der Medienwelt entzündet in uns weitreichende Assoziationsketten, die oft den vagen Eindruck des Schon gesehen auslösen, egal ob tatsächlich erlebt oder nur medial vermittelt.

Keith Harings Arbeiten erlebten in den letzten Jahren mit dem Aufkommen der Street Art eine Renaissance, war Haring doch der erste Künstler, der seine Arbeiten in den New Yorker Clubs, auf den Straßen und auf leeren Plakatflächen der New Yorker U-Bahn präsentierte. Andererseits war Harings Arbeit stark von Graffiti beeinflusst. Seinen Stil charakterisierten Einfachheit, Klarheit und Schnelligkeit. Mit viel Energie und Durchsetzungskraft verstand es Haring, Aufmerksamkeit zu erregen, vor allem mittels seiner allegorischen Figuren. 1988 begann sich Harings “helle Welt” auf Grund seiner Aids-Erkrankung zu verfinstern. Selbst von der Krankheit betroffen, stürzte sich Haring bis zuletzt unermüdlich und wie besessen in seine künstlerische Arbeit, bevor er 1990 im Alter von nur 31 Jahren starb.

Arbeiten von Roy Lichtenstein und Andy Warhol sind als die bekanntesten Vertreter der Pop Art ebenfalls Teil der Ausstellung. Lichtensteins Crak! stammt aus dem Jahr 1964 und war sein erst zweites druckgraphisches Werk, das er realisierte, viele weitere sollten folgen. Crak! bleibt für sein Schaffen beispielhaft: in seiner eigenen und unverwechselbaren Bildsprache übernimmt er mit den Comic-Szenen auch die Rasterpunkte, schwarze Umrisse, kräftige Farben, makellose Gesichter und die Sprechblase.

Andy Warhol ist der Inbegriff und die Ikone der Pop Art, heuer jährt sich sein Todestag zum 30sten Mal. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass Andy Warhol eine kunstgeschichtliche Revolution eingeleitet hat. Durch die Verwendung des Siebdrucks vervielfältigte er seine Motive, variierte sie in verschiedenen Farbkombinationen und schuf so reproduzierbare und für jeden Menschen erschwingliche Kunst. Teil der Ausstellung sind einige seiner weltberühmten Ikonen des 20. Jahrhunderts: Flowers und Campbell’s Soups.