2C for ART

Jim Dine, Keith Haring, Roy Lichtenstein, Julian Opie, Andy Warhol

Neue Realisten & Pop Art

Ausstellung "Neue Realisten & Pop Art“ mit Jim Dine, Keith Haring, Roy Lichtenstein, Julian Opie, Andy Warhol in der Salzburger Galerie 2CforART

Ab 19. Juli präsentiert die Galerie 2CforART in Salzburg eine Gruppenausstellung mit Schwerpunkt auf Arbeiten von Julian Opie. Ebenfalls zu sehen: limitierte Editionen von Jim Dine, einem der letzten lebenden Hauptvertreter der Pop Art sowie Arbeiten von Keith Haring, Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Die Vernissage findet am Mittwoch, 19. Juli ab 18:00 Uhr statt.

Julian Opie ist zweifellos einer der bekanntesten zeitgenössischen britischen Künstler. Ausgangspunkt für Julian Opies Arbeiten sind Fotos der dargestellten Personen, die er danach digital manipuliert. Opie reduziert Gesichtszüge und Körper mit schwarzen Konturlinien auf das Wesentliche, ohne dass die charakteristische Eigenart der dargestellten Person verloren geht. Diese scheinen durch die plakative Vereinfachung noch deutlicher hervorzutreten, wie bei der Covergestaltung des Best-of-Blur-Albums.

Julian Opie: „In meinen Portraits geht es darum, “dass ein Bild lebendig ist, etwas Lebendiges, Reales wiedergibt. Meisterwerke in einem Museum sehen manchmal beängstigend lebendig aus. Und das ist die Kraft, wenn man jemand malt: nämlich dass dieses Porträt lebendig werden kann. Wenn ich etwas mache, sollte es für sich selbst sprechen. Man sollte keinen Text oder Titel brauchen, um zu verstehen, worum es geht: Das wäre für mich wie ein Scheitern, als ob etwas fehlte!”

Keith Harings Arbeiten erlebten in den letzten Jahren mit dem Aufkommen der Street Art eine Renaissance, war Haring doch der erste Künstler, der seine Arbeiten in den New Yorker Clubs, auf den Straßen und auf leeren Plakatflächen der New Yorker U-Bahn präsentierte. Andererseits war Harings Arbeit stark von Graffiti beeinflusst. Seinen Stil charakterisierten Einfachheit, Klarheit und Schnelligkeit. Mit viel Energie und Durchsetzungskraft verstand es Haring, Aufmerksamkeit zu erregen, vor allem mittels seiner allegorischen Figuren. 1988 begann sich Harings “helle Welt” auf Grund seiner Aids-Erkrankung zu verfinstern. Selbst von der Krankheit betroffen, stürzte sich Haring bis zuletzt unermüdlich und wie besessen in seine künstlerische Arbeit, bevor er 1990 im Alter von nur 31 Jahren starb.

Arbeiten von Roy Lichtenstein und Andy Warhol sind als die bekanntesten Vertreter der Pop Art ebenfalls Teil der Ausstellung. Lichtensteins Crak! stammt aus dem Jahr 1964 und war sein erst zweites druckgraphisches Werk, das er realisierte, viele weitere sollten folgen. Crak! bleibt für sein Schaffen beispielhaft: in seiner eigenen und unverwechselbaren Bildsprache übernimmt er mit den Comic-Szenen auch die Rasterpunkte, schwarze Umrisse, kräftige Farben, makellose Gesichter und die Sprechblase.

Andy Warhol ist der Inbegriff und die Ikone der Pop Art, heuer jährt sich sein Todestag zum 30sten Mal. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass Andy Warhol eine kunstgeschichtliche Revolution eingeleitet hat. Durch die Verwendung des Siebdrucks vervielfältigte er seine Motive, variierte sie in verschiedenen Farbkombinationen und schuf so reproduzierbare und für jeden Menschen erschwingliche Kunst. Teil der Ausstellung sind einige seiner weltberühmten Ikonen des 20. Jahrhunderts: Flowers und Campbell’s Soups.

Jim Dine ist seit mehr als 60 Jahren künstlerisch aktiv. 1959 zog er nach New York und wurde dort ebenfalls zu einem Hauptvertreter der Pop Art. Mittlerweile ist er einer der noch wenigen lebenden Vertreter. Jim Dine ist aber auch Dichter, in diesem Jahr erschien seine neue Serie „Poet Singing“, 2 Arbeiten davon wurden in Apleton im Burgenland produziert.