2C for ART

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Christo

1935 geboren als Christo Javacheff in Gabrovo, Bulgarien, Jeanne-Claude geboren in Casablanca, Marokko
1953-1956 Studium an der Akademie der Künste in Sofia
1957 Christo flieht zunächst nach Wien, später gelangt er über Genf nach Paris.
1957 belegt er ein Semester an der Wiener Kunstakademie
1958 Ankunft in Paris. Hier entstehen die ersten Pakete und Verhüllte Objekte. Christo malt Porträts, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, signiert sie aber nur mit seinem Nachnamen Javacheff. Über den Auftrag für ein Porträt ihrer Mutter lernen Christo und Jeanne-Claude sich kennen
1961 werden verschiedene Projekte entworfen, u.a. die Verhüllung eines öffentlichen Gebäudes, Gestapelte Ölfässer und Dockside packages für den Kölner Hafen. Im selben Jahr bekommt Christo seine erste Einzelausstellung in einer Kölner Galerie
1962 wird das Projekt „Eiserner Vorhang – Mauer aus Ölfässern“ in Paris realisiert, in London findet die Verhüllung eines Mädchens statt
1964 siedeln Christo und Jeanne-Claude nach New York über
1968 entsteht für die documenta 4 in Kassel das 5.600 Kubikmeter Paket. In Spoleto (Italien) werden ein Brunnen und ein mittelalterlicher Turm verhüllt
1971/72 beginnen Christo und Jeanne-Claude mit dem Projekt Verhüllter Reichstag, das in den folgenden Jahren immer wieder verändert und neu begründet wird.
1971 Verhüllte Fußböden, Kaiser-Wilhelm-Museum, Haus Lange, Krefeld
1983 wird vor Florida das große Projekt Surrounded Islands realisiert
1985 wird die Pont Neuf in Paris verhüllt, bleibt aber begehbar
1991 verbindet das Projekt The Umbrellas Japan und die USA. Seit 1984 hatte das Künstlerpaar daran gearbeitet
1995 wird die Verhüllung des Reichstages in Berlin zum weltweiten Medienereignis. Mit diesem Projekt haben sich Christo und Jeanne-Claude endgültig in die Geschichtsbücher eingetragen
1998 wird Wrapped Trees im Berower Park der Fondation Beyeler in Basel realisiert. Es dauert bis zum Frühjahr 1999
1999 im Gasometer Oberhausen errichten Christo und Jeanne-Claude The Wall, eine 26 Meter hohe und 68 Meter breite Wand aus 13.000 Ölfässern
2009 stirbt Jeanne-Claude in New York. Christo arbeitet von nun an allein weiter
2013 installiert Christo zum zweiten Mal nach 1999 und The Wall im Gasometer Oberhausen eine Arbeit. Für die Arbeit Big Air Package wird in der 117 Metern hohen Ausstellungshalle ein 90 Meter hohes und fünf Tonnen schweres Luft-Paket errichtet. Dafür werden 20.350 Quadratmeter lichtdurchlässiges Gewebe und 4.500 Metern Seil verarbeitet

In Planung bzw. Vorbereitung sind die Floating Piers, Safranrote Stege aus Polyäthylen-Elementen mit Schwimmkörpern, die für 16 Tage vom Ufer des Lago d‘Iseo (Lombar-dei, Italien) aus auf zwei Inseln führen sollen; Over the River – an der 11 km langen Überspannung des Arkansas Rivers in Corolado arbeitet Christo; Mastaba, Breite: 300 m, Tiefe: 225 m, Höhe: 150 m, so lauten die Dimensionen dieses vielleicht größten Projektes der Kunstgeschichte, 410.000 Ölfässer sollen dafür in der Wüste des Emirats Abu Dhabi aufeinandergestapelt werden.

Christo lebt und arbeitet in New York, in demselben Atelier, in dem er viele Jahre zusammen mit Jeanne-Claude gelebt und gearbeitet hat. Christo & Jeanne-Claudes Werke gehören zum Schatz der Erinnerung von Millionen von Menschen weltweit und sind in Form von Skizzen, Gemälden, Objekten und Limited Edition in den Museen der Welt vertreten.